
Ich bin eine Sternenmama
Warum offener Umgang so wichtig ist
Ich bin Mira
Ich bin eine Mama.
Ich bin eine Sternenmama.
Und ich bin eine Frau.
All das bin ich – in einem Herzen, in einem Leben.Und doch ist es nicht immer einfach, all diese Rollen nebeneinander bestehen zu lassen.
Gerade der Verlust eines Kindes ist ein Thema, das oft mit Schweigen belegt wird. Doch genau das möchte ich nicht. Ich möchte darüber sprechen. Denn nur so können wir das Unsichtbare sichtbar machen und anderen betroffenen Eltern helfen, sich weniger allein zu fühlen.
Der Schmerz, den eine Sternenmama empfindet, ist unbeschreiblich. Es ist der Verlust eines geliebten Menschen, den man kaum kennenlernen durfte. Es ist eine Zukunft, die nie Wirklichkeit wird. Und trotzdem bleibt die Liebe bestehen. Mein Kind lebt in meinem Herzen weiter, es ist Teil meiner Geschichte, meiner Seele. Was aber am meisten schmerzt ist, Das Gefühl, verstecken zu müssen oder dass es unangenehm sein könnte, es laut auszusprechen. Warum? Weil wir in einer Gesellschaft leben, die oft nicht weiß, wie sie mit Trauer umgehen soll.
Doch ich habe beschlossen, nicht in der Stille zu bleiben. Ich habe einen offenen Treff für Frauen gegründet, die dasselbe erlebt haben. Einen Raum, in dem wir unsere Gefühle teilen können, ohne Angst vor Unverständnis oder falschem Trost. Es geht nicht darum, in der Erinnerung festzuhängen, sondern darum, den Verlust bewusst zu leben, um neue Hoffnung zu schöpfen. Hoffnung für eine erneute Schwangerschaft – oder auch die Kraft, den Traum gehen zu lassen und sich einem neuen Weg zu öffnen. Jede Frau geht ihren eigenen Weg, und keiner ist falsch.
Deshalb ist ein offener Umgang so wichtig. Trauer darf sein. Sie darf gefühlt, gezeigt und geteilt werden. Wir sollten keine Angst haben, über unsere Sternenkinder zu sprechen, sie beim Namen zu nennen, ihnen einen Platz in unserem Leben zu geben. Denn sie sind nicht einfach verschwunden. Sie sind ein Teil von uns, für immer.
Es ist mir wichtig, dass andere Mamas – egal ob mit Kindern an der Hand oder im Herzen – wissen, dass sie nicht allein sind. Dass wir uns gegenseitig stützen können, dass es okay ist, traurig zu sein, und dass wir uns nicht verstellen müssen. Ich bin nicht nur eine Mama. Ich bin nicht nur eine Sternenmama. Ich bin auch eine Frau mit Wünschen, Träumen und Bedürfnissen. Und all das darf nebeneinander existieren.
Lasst uns reden. Lasst uns füreinander da sein. Denn nur gemeinsam können wir die Stille durchbrechen und unseren Sternenkindern den Platz geben, den sie verdienen – in unseren Herzen und in unserer Gesellschaft. Und vor allem können wir wieder Hoffnung finden – für ein neues Kapitel, was auch immer es für uns bereithält.💜
Dein sicherer Raum
Hier darfst du schreiben, was dich bewegt – ehrlich, anonym und ohne Bewertung. Wie in einem Tagebuch, nur dass deine Worte gelesen und gefühlt werden dürfen.
Wenn du magst, veröffentliche ich deine Geschichte – mit deinem Namen, einem Kürzel, deiner Stadt oder ganz anonym. Schreib mir dazu einfach eine kurze Info, wie du genannt werden möchtest. 🤍


